Montag, 31. Dezember 2012

So, hätt' mer des au rum!

Es war nicht das Schlechteste. Danke an alle, die da waren!


Wenn man wissen würd, was wird, würd man's doch nicht wissen wollen. Es wird, wie's wird. Und später sagt man dann immer, dass es früher besser war.

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- 4 geklaute Fahrräder
- 2 Hochzeiten
- keine Beerdigungen




UPDATE: 02.01.

2 tage später sieht die Welt schon wieder anders aus.

- aus den 4 geklauten Rädern wurden 3, weil das Rote, das aus dem Keller verschwunden war, gestern abend 3 Häuser weiter plötzlich rumstand. Immer noch mit dem Platten hinten, aber das Licht geht - im Gegensatz zu dem Orangen, wo es immer in die :Lampe reinregnet und sich die Energie aus den Batterien ins Wasser entlädt. Oder Feindliche schalten mir die nachts heimlich ein, dass sie zwecklos verleuchtet, glaub ich aber eher nicht. Jedenfalls kann ich da jede Woche 4 Batterien reinmachen.

- Wim ist tot! Er starb anfang Dezember, wie letztes Jahr mein ehemaliger Mitbewohner. Damit ist er schon der Zweite aus meiner Arbeitserzieherausbildungsklasse, der tot wird, bevor ich überhaupt nen Job hab. Ich habs jetzt erst erfahren, er starb in NRW. Er war kein Depp.
RIP, Wim! Du wirst immer in unserer Erinnerung bleiben und auf facebook.

Freitag, 28. Dezember 2012

Finde den Juff


Wer gewinnt, bekommt einen Ansteck-button zu TaJu7 und FlowOnes neuem Album "Die Sicht der Dinge".

Dienstag, 25. Dezember 2012






Frohe Feiertage! 

Sonntag, 23. Dezember 2012

Vermisst wird ein Fahrrad

Es ist ein Mountain-Bike in den Mardi-Gras-Farben lila Rahmen und grüne Schutzbleche. Die Tat ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 23.12. zwischen halb 5 und halb 12, den vorher stands noch da, nachdem ich zum 2. Male aus dem Räng gekommen bin, um meine Digi-Cam zu suchen, die eigentlich da hätte sein können, wo meine Tasche und meine Jacke lagen.
Dem morgentlichen Täter sei noch gesagt, dass er nicht mit dem Fahrrad fahren soll, denn der Vorderreifen ist zu dich für Gabel und Schutzblech, der Reifen passt nicht richtig rein. Den hatte ich übrig, nachdem ich den eigentlichen Vorderreifen des orangen Rades letzte Woche zu einer Banane verbogen vorfand, und mir nun diesen zu dicken besorgt hatte. Das rote Fahrrad mit dem dünnen Vorderreifen steht plötzlich nicht mehr im Keller – verschleppt vom Vermieter oder dem Penner, der als im Keller unter die Treppe geschissen hat. Es hatte auch hinten nen Platten.
Der Vorderreifen des lila-grünen Rades hatte dann in das orange gepasst, und da ist er heut noch.
Das der Hinterreifen geht ist auch nur purer Zufall, weil ich gestern, um die Mütze zu holen und auf den Geburtstag zu kommen, den vorgestern frischgeplasttenen Reifen des orangen, mit dem des grün-lilanem ersetzen wollte, aber sein Profil war zu dick für das orange, so hab ich ihn wieder reingehängt.
Durch diese Wechselaktion müssten beide Bremsen noch ausgehängt sein. Dachte mir, das Fahrrad fährt ja eh nicht.
Dass die hintere Gangschaltung nicht funktioniert, liegt am Verschleiß des hinteren Kabelzugmantelendes, denn dass Metall. Käppchen fehlt. Deswegen ist das eine Ritzel durch Überbeanspruchung so abgefotzt, dass man da nicht gut 'mit den Berg hockommt.
Täter, wenn Du das liest, Du bist doof !

Ach und wer zwischen Weihnachtsmarkt, Johanneskirche, Piccolino, Zähringen, GreatRängTengTeng, KTS (obwohl der Early Ska im Räng gut war, war er doch zu wenig und ich hätte gern die Drei lustigen Beiden durch meine Anwesenheit geehrt, aber das Konzi war schon vorbei), und Räng ein gelbes Täschchen mit ner kleinen schwarzen Agfa findet, sei ehrlich!

Samstag, 22. Dezember 2012

Weihnachten mit dem Arbeitsamt

Weil ich den Regenschirm an jemand ausgeliehen habe, der für 2 Wochen verliebt weggefahren ist, und die Mütze, die mich so vor Regen schützen muß, heimlich gestern in der Kneipe sitzen geblieben ist, wollte ich sie mit dem Fahrrad holen, weil später der Geburtstag einer am anderen Ende der Stadt einen Regenschutz empfiehlt, für solche, die grad keine Straßenbahnfahrkarte haben. Und noch bevor ich feststellen muß, dass der Fahrradreifen platt ist, hinten natürlich, überrascht mich im Briefkasten Post vom Arbeitsamt, Samstag abend, 2 Tage vorm Heilig Abend.
Ich bin denen grad hartzend verpflichtend, so bei meinem Briefkasten zu verbleiben, dass ich ihre Post binnen 3 Tagen erfüllen kann. Nicht dass ich vorgehabt hätte, Freitag nachmittags oder Samstag vormittags beispielsweise meine Heimat mit Eltern über die Feiertage zu besuchen, oder zwischen den Jahren nach Malle zu verduften.
Bisher hatten sie mir noch keine Job-Vorschläge geschickt. Und jetzt einen in einem Heim in Villingen! Ich hatte mit dem Herrn ausgemacht, nur im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs um Freiburg. Nach Villingen direkt, braucht die Eisenbahn länger als 1,5h.
In 3 Tagen ist der 25.12. In dem Schrieb steht, sie erwarteten meine Antwort, was das Ergebnis der 3-Tages-Reaktion war, bis zum 6.1., das ist ein Sonntag.
Was soll ich jetzt tun?
Wenn ich mich in den 3 Tagen nicht beworben habe, dann kürzen die mir Hartz um ein Drittel. In diesen 3 Tagen kann ich aber auch nicht meinen Sachbearbeiter sprechen.
Wenn ich mich dort bewerb, muß ich da ewig hingurken, und wer weiß, wo in Villingen dieses Heim ist. Und wenn sie mich nähmen, müsst ich immer hin.
Im März hätt ich eventuell was gutes hier, hängt aber noch von einer Geldbewilligung des im Februar tagenden Gemeinderates ab, so dass mir deren Chef noch nix unterschreiben kann, aber es sieht wohl gut aus, dass alles klappt. Und bis dahin 2 Monate jeden Tag 2x 2h Zugfahren und Vollzeit arbeiten?!
Was würdet ihr tun? Ich brauche Euren Rat!
Wären gestern die Maya gekommen und hätten uns alle abgeholt, dann hätten wir heute keinen Ärger mit platten Hinterreifen, Arbeitsamt und dem Regen.
Es ist nichts passiert :(

Samstag, 15. Dezember 2012

Schmitz Katze vs. Mama**ta

Und noch eine Party-Revue, ich war heut nacht schon wieder unterwegs. Wir waren zusammensitzen in einer Stühlingerkneipe, essen, trinken, plaudern, hab das erste Bayern-Spiel meines wenig Fußball-begeisterten Lebens gesehen, ...
Von dort sollte es zuerst in Schmitz Katze gehen, wo der ehrenwerte Selecta Bomba angesetzt war, mit 2 anderen Reggae- und noch Dubstep-DJs, ab 11. Später noch hätte das Mama**ta seine Pforte für mich geöffnet, mit Dancehall und Soca im speziellem, der Gute-Laune-Musik aus Trinidad und Umgebung.
5€ wollten die an Schmitz Kasse, was geht. Es war schon eine kleine Schlange am Anstehen.
Es gibt da einen Innenhof und das Gebäude. Im Gebäude gibt es 2 Räume: einmal die Bar, mit Treppe zu nem Sitzfloor mit Turntables, der nicht besetzt war, und dem großen Raum mit Bühne, wo Reggae hätte sein sollen. Schmitz Kasse hat nicht nur Ordner draussen sondern auch drinnen an dieser Tür zum Reggae-Floor. Und dieser Ordner weißt mich ab, weil ich kein Bändle, sondern nur den Stempel hab. Es wäre drinnen geschlossene Gesellschaft, noch eine halbe Stunde lang.
Schmitz Kasse ist nicht wirklich gemütlich drinnen. Es wurde versucht, mit pseudo-aufgekitschtem Krempel vom Dachboden einer Schwarzwald-Oma, Grablichtern und Marmeladengläsern mit schmucklosen Reisig und kahlen Blättern Friedrichshainer Atmosphäre zu schaffen, nur doppelt so teure Getränke. Also setzte ich mich in den Innenhof auf eine von einem Pavillon überdachte alte Sperrmüllcouch zu einem Leidensgenossen, der auch wegen Reggae dagewesen wäre und einen fast vollen Teller kalter Pommes vor sich hatte, weil diese viel zu versalzen waren. Außer Pommes verkaufen sie noch Burger für 3,90€. Die hatten schonmal ihre Chance bei mir, haben sie aber nicht genutzt, weil die Unterschiede zu nem Burger vom Mäces den mehr als 3fachen Preis in keinster Weise rechtfertigen.
Wärend wir da saßen, kamen keine Reggae-Leute, sondern nur Elite-Studenten mit Abschlußball-Fashion, um hinter uns ihre Jackets und Blazer an einer Garderobe abzugeben, die 2l/m² Regen durch nasses Terrain, durch welches die Herren ihre Damen teilweise trugen, um ihre Footwear zu schonen, entfernt war. Denn drinnen gibt es keine Kleiderhacken. Um halb 12 sah ich den ersten Reggae-DJ eintrollen.
Dann kam der Besitzer vorbei. Ich kenn' ihn seit der Zeit, als er bevor er das Kamikasse aufgemacht hat, sich mit großen Haus-WG-Partys einen Namen gemacht hat. Er gibt mir die Hand und fragt "Alles okay?"
Jeder in Freiburg macht das! Wie die Amerikaner "How-are-you" ohne mit einer Antwort zu rechnen. Ha, aber ich habs ihm gesgt: Scheiße, weil ich seit ner halben Stunde auf Reggae warte, und nicht reindarf, da wo sie grad Eurythmics spielten, und dass ich mich verarscht fühlte. "Kein Stress, keine Hektik" will er mich beschwichtigen. Hat er aber nicht geschafft. Meine Laune hatte negativ umgeschlagen und viertel vor 12 war ich wieder an der Kasse und wollte mien Geld zurück. Es war eine lange Schlange mit Elitestudenten der Generation 3. Smartphone. Mein Geld bekam ich nicht zurück. Das prangere ich an! Viertel vor Zwölf, noch 15 Minuten des Datums auf den Plakaten der Veranstaltung. Aber die Party war nicht, nicht für mich.
Muß auch nicht. Im Mamasita wird man von Freundlichen Türstehern begrüßt (!), An der Kasse gibts nen Handhug vom Samson und DJ Nightliva, ne Gratis-CD mit dem neusten Mix, und Wertschätzung für mich als den Promoter der Reggaeo seit 8 Jahren ehrenamtlich, in Form eines Gästelistenplatzes. Drinnen läuft Musik, was für ein Willkommen! Ich war dann im Mamasita bis 4, hatte Spaß und dafür gerne 4€-Flaschenweizen erworben. Diese Lesben-Cliquen mit Migrationshintergrund hatten Schuhe: Stöckelschuhe ohne Stöckel! Was es nicht alles gibt. Es standen keine Grablichter herum (Das hatten wir im Baumhaus, wo wir immer heimlich geraucht haben, als Kids) und es gab keinen Dubstep.
Info am Rande: Das Mamasita musste sich umbenennen, weil jemand anderes die Rechte am Namen "Mamasita" hat, und jetzt schreiben sie immer "Mam**ita", man sagt aber noch Mamasita. Also es heißt nicht Mamfuckfuckita, obwohl man das beim Tanzen der Gäste meinen könnte.

Final: Mamasita!

Und wenn nicht in 4 Wochen der King Kong in SchmitzKasse kommen würde, also nicht der echte, sondern ein Mensch aus Äthiopien, der sich nur so nennt, aber singt, dann müsste ich da nicht mehr hin.

Freitag, 14. Dezember 2012

Die Lokalspieler im Slowclub

Es war ein Tip von Balkan-DJane Iguana, sie steht auf abgefahrene Musik, der mich zum ersten Mal in den Slowclub lockte: eine Combo mit Zither, Melodika, Tuba, Gitarre, Waschbrett/Cajon und Schifferklavier. Und wäre der Glühweinstand der Alten Wache am Weihnachtsmarkt nicht so überfüllt gewesen, und nicht noch vorher die Waschmaschiene ausgelaufen und der Kleiderschrank auseinandergekracht, ja, times of change, dann wäre ich auch noch rechtzeitig zum ersten Lied gekommen. Versäumt habe ich das Lied, bei dem alle singen, ausser dem Percussionisten. Der kann nicht singen und hat dafür angeblich mit einem Blasebalg die Melodika beblasen, weil die Melodika-Spielerin auch gesungen hat und so ihren Mund nicht frei hatte.
Haslacher Str scheint eigentlich eine eindeutige Adresse. Aber das Eck zwischen Schmitz Katze und Bahn ist erstaunlich verwinkelt und voll von komischen Etablissements. Bei der angegebenen Hausnummer findet sich eine Latino-Tanzschule und in den Hinterhof hinunter war es so glatt, dass ich zu Fuß kaum wieder hochgekommen wäre. Hochkommen kann man ums andere Eck rum wohl in der "Villa". Aus  "Peters Schlupfwinkel" schlupfte ein kleiner Afro-Europäer, der glaubte, zu wissen, wo der Slowclubeingang war: auf der rechten Seite des Tanzschul-Gebäudes hinter, an den Mülltonnen vorbei, links die weiße Tür. Den Schriftzug konnte ich nicht lesen, er sieht aus wie "sCon qmys".
Für Volksmusik konnte sich mein Führer nicht begeistern, ich musste ihn gehen lassen.
Drinnen an der Kasse steht ein Fernseher, der den Innenbereich zeigt, und die Dame vor mir ließ sich Zeit, zu debatieren, dass ich auch gleich die Clubkonditionen erfahren hab: Es sind nur abundzu Veranstaltungen im Slowclub, und für einen Jahresbeitrag von 30€ erhalten die Mitglieder einen Eintrittsnachlass von in diesem Falle 2€. Mann, warum macht niemand dieses Konzept für einen Reggae-Club? Der Slowclub ist mehr ein Punker-Schuppen. Die Thekerin hatte sogar gepiercte Lippen. Ansonsten gibt es eine Theke mit Bio-Bier für 1,50€, eine Couch, einen Tisch, einen Stehtisch und die Bühne. Auf der Bühne die 6 Leute und machen ihre Musik. Frontmann ist der Zitherspieler, der auch singt und zwischen den Liedern durch die Show führt. Zu hören gabs, außer Landler, Walzer, Polka und Zwiefachem, auch Songs von Beethoven, Springsteen und Bony M. Heiteres und Besinnliches. Für mich heimatlich-vertraute Klänge, für die anderen bizarr-apartes Kabarett. Da kommt man sich mit seiner Trachtenjacke vor wie der schmuckverkaufende Indianer, wenn Touristen seine Kultur dekorativ konsumieren, ohne zu verstehen.
Zu meinen Hochzeiten war ich vergleichsweise besser wie er, mit der Zither, aber er spielte alles auswendig, sang zugleich und setzte Anregungen des Publikums unverzüglich in Liedtext um. Und nicht nur mit der Tuba harmoniert das Instrument erstaunlich gut, auch mit Rhythmusbesen auf Waschbrett. Lustige Jungs! Das schönste Konzert seit langem.


Wer Appetit bekommen hat, die Lokalspieler begleiten am 22.12. eine improvisierte Talkshow in dem noch obskurerem Club "Finkenschlag" in Haslach, der so klein sein soll, dass man die Getränke beim Kiosk nebenan kauft.

Fazit:  im einfaltslosen Freiburg ein spärliches Kultur-Bonbon!