Mittwoch, 4. März 2015

Weizenegger verkohlkünstet

Weil die Mieten in Freiburg so teuer sind, haben die Mieter wenig Platz. Da wird jedes Schränkchen überlegt, ob man es wirklich braucht.
Töpfe zB werden auch pragmatisch auf der Herdplatte im Eck zu einer Pagode geschachtelt, wenn man diese Platte gerade nicht benutzt.
Auf Herdplatten zu Lagern ist natürlich nicht deren Sinn. Gerade wenn der Topf nicht 100,0%ig abgtrocknet ist. Denn Herdplatten scheinen irgendwie aus Metall zu sein: sie können rosten.
Um das zu vermeiden, empfehle ich 2 Bierdeckel aus Zellulose nach dem Abtrocknen auf die Herdplatte und unter den frisch abgetrocknten Pagodengrundtopf zu legen. Mögliche H²O-Moleküle diffundieren dann im Zwischenspalt in den Zellstoff, der Topf wird trocken und die Herdplatte rostet nicht weiter.
Zwar würde ein einzelner Bierdeckel genügen, um die gewünschten Effekte zu erzielen, aber 2 Bierdeckel stehen auf mindestens einer Seite zwischen Topfpagode und Herdplatte über, so dass man vor dem Kochen nicht vergisst, dass ja noch Bierdeckel dazwischen ist.

Sonst kann sowas passieren:


übrigens: wusstet ihr, dass die Engländer für "Einbaukochfeld" und "männliches Frettchen" nur ein Wort haben, nämlich das gleiche?

Dienstag, 3. März 2015

Die Beatbar ist tot,

in dem Sinne, dass jetzt nicht mehr dienstags Reggae aufgelegt wird.
Es war schon cool, dass jede Woche ohne Unterbrechung seit ewig dort welche ihre Platten aufgelegt haben. Vinyl, freier Eintritt, Kicker, Rauchen ohne Ende, Waldhaus-Bier, nette Leute, das alles auf 2m² im Stühlinger.
Was ist passiert?
Zivi-Cops haben angeblich heimlich die Lautstärke gemessen und aufgeschrieben, wann wie laut, und dem Beatbar-Menschen laut Musik verboten.
Gut, eine Kneipe ist keine Disko. Kann man Reggae-Platten auch leise spielen? Weiß nicht. Lieber leise als gar nicht.
Fetter Respect geht jedenfalls an den Niko, der das seit glaubich 10 Jahren mindestens immer organisiert hat und an Helge, Thomas, Tobi, Roberto, Djo und wer noch alles da immer über die Jahre auch aufgelegt hat.
Die Beatbar wird es weiterhin erstmal geben, aber wenn die Freunde des Vinyl Tuesdays und anderer Veranstaltungen wegbleiben, dann muß sich der Wirt was einfallen lassen.
Alternativen: Für Musikliebhaber wird das Dubwohnzimmer im White Rabbit kein Geheimtip mehr sein. Letztes Mal war da mehr los als an so manchen Wochnenden. Laut aber nicht ganz laut, von Vinyl und Computer, aber halt nur jeden 2. Dienstag.
Ansonsten mal schauen, was der Beatbar-Wirt in Zukunft macht.

Freitag, 27. Februar 2015

Der Schlängelbaum in der Silberbachstraße

In der Reihe "Lustige-Bäume-unserer-Vorgärten, die-da-mal-waren-und jetzt-aber-nicht-mehr-sind" heute der Schlängel-Baum an der Ecke Silberbach-/Holbeinstraße:
Er war ein Laubbaum und kein Laufbaum. Letzte Woche erst ist er mir ins Auge geschossen, wie er da so riesig stand, mit der Hauptmasse über dem Gehsteig und nicht da, wohin er eigentlich mal gepflanzt worden war. Es sah so aus, als wenn der Baum weg wollte.
Foto: Thomas Kunz, aber immerhin.
Über Friedhofsmauern sieht man manchmal Äste, die von friedhofsinnen zum Gehsteig raus wachsen und über der Mauer genau einen Knick oder eine Knubbelknolle machen; als würden sie merken, dass es drüben anders ist, wie drinnen.
War den Eigentümern in der Silberbachstraße nun diese geheime Fähigkeit ihres Baumes zu unheimlich?
oder hat der Baum noch unheimlicher seine Menschen mental benutzt, um letztlich doch sein Ziel zu erreichen, dort wegzukommen?
Wovor wollte er den eigentlich flüchten?
Nachvorschungen haben ergeben: in dem Gebäude war bis vor kurzem das Deutsche Volksliedarchiv!
Schade, dass er weg ist, sagt der, der nicht sich erschlagen findet, wenn der Baum mal heimlich bei Unwetter doch selbstständig ausbricht.
Und während diesem Beitrag sind irgendwo auf der Welt 5 neue Bäume gewachsen, die noch keiner kennt; einer davon sogar in der Sahelzone.

Montag, 23. Februar 2015

Wie war's eigentlich in Der Kaserne?

Keine Angst, bin nicht zum Militär, sondern nach Basel auf eine Reggae-Party. Die komplette Schweizer Garde war ausgewandert, sie nutzen die Kaserne nun für Musik.
Gesetzt war der Channel One aus London/England. Grund genug, dass endlich mal 5 Freiburger Fans sich zusammengefunden haben und sich ein Baden-Württemberg-Ticket der Deutschen Bahn geteilt haben, und Es gemacht haben: eine Stunde südlich, dann eigentlich 20 Minuten hinlaufen und viel Geld mitnehmen. Der Schweizer Franken steht ja grad relativ 1:1 mit dem Euro, und deren Gezapftes kostet 6,50 pro 0,4l! aber ist gut. Jamaikanisches Essen, Reis mit Zeug auf Pappkarton: 16 Geld.
Naja wir waren um 11 da, Echolot Dub System hat aufgewärmt mit nettem Sound über 2 Boxentürme. Sound war gut, man ist halt in Freiburg verwöhnt von all den Systems in der Gegend. Darauf abgestellte Weingläser rutschten aber später auch runter durch Bass, leider.
3 andere Menschen hatten sich noch unabhängig von uns aus Freiburg nach Basel aufgemacht. Was für eine Überraschung.
Um halb 2 nachts kam dann der Channel One a.k.a. Mikey Dread. Ein alter bärtiger Vorgartenzwerg (liebgemeint), hat in aller Seelenruhe sein Türmchen mit Soundeffektgeräten aus der Tasche geholt und angekabelt und schön gemütlich gerockt. Sein MC hatte wohl Schwierigkeiten und konnte nicht mitkommen. Er hat zwar auch viel übers Mikrophon gelabert "Ihr braucht nicht mich antanzen, die Musik macht die Party! Tanzt einfach zur Musik!" und so, für die anheizenden Zwischenrufe konnte aber kurzfristig Afrikan Simba einspringen. Der hatte einen Reisepass, ist Mikrophone gewohnt, aber er hielt sich ziemlich zurück, zu Gunsten des DJs.
Was Channel One ausgemacht hat, waren nicht die special tunes und Dubplates, sondern, dass er Bob Marley, Black Uhuru und Barrington Levy spielt, so wie es einfach nur er spielen kann. Welcher tune wann und wie, das sucht er aus wie keiner. Kingdavidstyle mit nur einem Plattenspieler, dazwischen seine Sound-Effekte, kompetentes fahren der Anlage und seine ruhige chillige Art, wie er routiniert die Menge in einen Rausch spielt. Ja, Rauchverbot hätte es eigentlich auch gegeben, dort, theoretisch.
Bei den Schweizern sieht man mehr Pärchen am Dance, und mehr Ältere.
Wir waren um halb 4 fertig für unseren Pennplatz bei echten Schweizern, wie Heidi unterm Dachgiebel - wohl dem, der wen kennt, der wen kennt - die anderen nahmen einen der frühen Züge, die schon fuhren, als der Channel One immer noch aufgelegt hat.
Ein BaWü-Ticket mit 5 Personen kostet gerade 43€ (23€ + 5€ für jeden mehr), das BaWü-Nacht gilt bis 7 Uhr frühs für 40€.
Regiokarten-Besitzern kann man noch das Badisch24 empfehlen, das die Freiburger Regiokarte für 11,50Geld 24h lang auf die benachbarten Verkehrsverbünde ausdehnt.
Alle Schweizer waren nett. Und Channel One war gut.
Fazit: Man kann nach Basel fahren zum Fortgehen! Sprecht Euch ab!


www.Kaserne.Basel

www.Reggae.Freiburg

Donnerstag, 19. Februar 2015

Das Jahr des Holz-Schafs

http://juff.beepworld.de/fengshuifreiburg.htmLiebe Freunde des Jahres-Feng-Shui-Tips, es ist wieder soweit. Nach meinen Berechnungen haben wir am 19. Februar das Holz-Pferd hinter uns. Das neue Jahr steht unter dem Zeichen des Schafs bzw der Ziege - darin scheiden sich die Geister.
Die Bezeichnungen der Bilder richteten sich an Bauern im alten China. Die wussten vielleicht schon, dass es Unterschiede zwischen Schafen und Ziegen gibt. Schafe leben eher auf fetten grasigen Böden, und Ziegen. Zoologisch sind sie beide eine Gruppe mit Steinbock, Gämse, JMufflon und Moschusochsen. Also dickköpfige, meckernde aber brave liebenswerte Herdennutztiere.
Da sind wir auch schon bei der Dekoration: Gamsbart, Moschusduft, Lammfellsocken, farblich grünlich bräunlich gedeckt.
Vibesmäßig wird das Schicksal erträglicher in der Gruppe, wobei da auch Platz ist für Bockigkeiten, und das "Schwarze Schaf". Veränderungen geschehen eher zäh und von aussen.
Als Maskottchen bauen wir uns also was puscheliges horniges, wieder aus Naturmaterialien, zB Holzwolle, wer hat. Denn von den Wandlungsphasen der Elemente ist dieses Jahr wieder ein hülzernes. Wie hülzern, werden wir sehen. Auf jeden Fall Wachstum und Ausbreitung.
Das Ziegenschaf seinerseits finden die Chinesen eher erdig. Und weil Holz und Erde in den Wandlungsphasen eher nicht so flutschen (Holz laugt die Erde aus), wäre das vermittelnde Element heuer Feuer (Holz nährt Feuer - Feuer nährt Erde). Das heißt, wenn wir unser Maskottchen in seine Himmelsrichtung relativ SüdSüdWest auf dem Kompaß oder relativ auf 5-6 Uhr oder zwischen 187,5° und 217,5° Winkelgrad stellen, dann ist da eine Kerze nicht schlecht, abundzu mal anzuzünden. Wenn das Maskottchen flammt, retten uns ja die neuerdings gesetzlichen Rauchmelder.
Ich freue mich über Einsendungen Eurer Jahresmaskottchen an juff@alpenjodel.de. Die 3 schönsten zeige ich und das schönste wird mit einer Lammfleischbratwurst vom Freiburger Münstermarkt prämiert.

Frohes Neues Jahr!!

Montag, 26. Januar 2015

Fahrrad gefunden

Im Kronenmühlebach, einem kanalisiertem Seitenarm der Dreisam bei der Kronenbrücke, lag heut ein Rad. Ich hab ja grad Zeit und "Kommt Zeit kommt Rad". Wenn das Rad da länger drinnen liegen würde, würde es nicht besser werden. Blätter und richtige Wasserpflanzen waren schon am Start, sich der Natur zurückzuholen was was ihr einst mit Technik und Arbeitskraft abgebaut wurde.
Das Rad war offen, nicht versperrt.
Es geht nicht darum, einen möglichen Schuldigen zu finden, oder eine Ursache, warum das Rad unüblich abseits der Straße lag, sondern um die Tatsache, dass es da von alleine nicht mehr rauskäme.
Ein Freund von mir ist ein begeisterter Angler. Ich glaub, wenn man nicht nach Fischen angelt, ist das Angeln legal, und daheim hatte ich einen Haken.
Und einen Draht, weil die Schnur alle ist.
Heim, den Haken an den Draht, hin und wie ein Pirat am Entern schwung ich den Haken in die Speichen.
Aber der Draht war nicht stabil.

Daheim gabs noch einen kleinen Fahrradspanngurt, Schnur gäbs bei der Post.

Die lange Mittagspause der Post erinnert noch an die Zeit als die Post noch staatlich war.
Der Laden mit der Hermes-Annahmestelle hatte nur zu dünne Schnur, aber da lag noch Absperrband bei einer ehemaligen Baustelle.
Das hielt, und ich konnte das Fahrrad fangen und auf den Boden hieven.

Es ist also lila, 28 Zoll, sehr dünne Reifen ohne Profil.

Beim erfolgreichen Angeln verspürt man tatsächlich ein archaisches Glücksgefühl.

Das Fahrrad fuhr noch gut und bis zum Polizeirevier Süd.

Die Officers wollten mich erst an die Fahrradannahmestelle weit weg hinverweisen, aber ich wollte eben den Deal, das Rad behalten zu dürfen, und wenn in 6 Monaten kein anderer seinen Besitzanspruch darauf erhoben hätte, sollte das Eigentum auf mich übergehen, denn "Gute Rad teuer!"
Aber Deal gibt es nicht.
Entweder die Polizei nimmt's auf, dann gehts nach einer Zeit von denen an die Fundfahrradannahmestelle, oder man bringts dort selber hin. Ab der Fundfahrradannahmestelle dauert es nochmal ein halbes Jahr, bis die einem den Brief schreiben, dass man es gegen einen Obolus von ca 11,50€ Verwaltungsaufwand dort hinterm Friedhof abholen kann.
Ihr wisst also, was ihr das nächste Mal macht, wenn ihr ein Fahrrad findet!

Montag, 19. Januar 2015

Wohl dem, der im Hause einen kompetenten Handwerker hat, der einem schnell helfen kann, wenn plötzlich mitten in der Nacht fast von alleine der WaschMaschAnschluß den neuen Teppich vollpisst und nicht mehr aufhört!
Er wollte kein Geld und auch eine dicke Schachtel Kippen hat er abgelehnt.
Dafür verleihe ich ihm virtuell die purpurne Silbernadel in Platin als "Held des humanitären Handelns". Es sind solche Begenungen mit Menschen im Alltag, die einem ein Leben aus den Fugen lebenswerter machen als das Leben in Unterwerfung.