Sonntag, 1. November 2020

 Herrschaft, diese Zwangs-Lethargie!

Is denn nirgendswo Party grad?

Ma merkt erst, wieviel Inspiration und Bereicherung die Begegnung mit Mitmenschen wäre, wenn man s nicht hat.

1 Monat LockUp oder mittendrin ein Wochenende, wo wieder alles normal wäre, wäre schön.

Der Ding is tot, hat sich aufghängt. Der andere ist erstickt, hat's Astma-Spray net mehr erwischt. Der Andere, keine 40 Jahr, Gehirntumor. ... Verlaufen in die Karpaten, allein, ... Der Tod hat viele Gesichter, aber Covid hat keins.

Wie kann man was verbieten, was ma nicht sieht?

Is das ein Leben noch, wenn wir unsere Mitmenschen halbieren sollen?

Diese Distanz wird sich Jahrzehnte in unsere Zeit einbrennen.

Gegen Teufel Nikotin machens nix.
Alkohol: machens nix.
Plastik in der Nahrung: machens nix.

Aber die Menschen auseinanderbringen, das is.

Reggae, das war einmal.

Basketball: mal schauen, ob sie übermorgen wieder die Körbe runterschrauben.

Ich glaub, am meisten profitieren amazon und die E-Bikes von der Neuen Zeit. die so normal werden wird, wie Sicherheitsgurte und Zahnseide.

Wenn keiner Party macht, werd ich's wohl demnächst machen müssen. Strafe könnt ich zahlen, seit mir das System Lohnarbeit zugewiesen hat, aber kommen sollt halt auch wer.

Nicht ducken! Simmer immer noch Menschen, oder?



Ansonsten kann man Staubsauger reparieren, indem man die Düse und den Schlauch abnimmt, und den Schlauch vom inneren Ende mit einem kräftigem Atemstoß einmal durchpustet und den Flusenpfropfen ins Universum pustet, dann zieht der Sauger wieder durch.

Freitag, 16. Oktober 2020

Auf ein Gepflegtes


 grad nochmal die Kneipe besucht, bevor die Zweite Welle kommt.

Eigentlich wollt ich ja gar nix über Corona schreiben, aber
und eigentlich wollt ich ja gar nix über die Arbeit schreiben, aber
deswegen is es hier auch so leer, die Tage und Wochen, weil sonst passiert überhaupt nix anderes halt.


Corona:

Die Pandemie hält alles fest im Griff. Es gibt keine öffentlichen Reggaeparties, nur mehr im Geheimen.
Leute fahren mit Maske Fahrrad.
Ja so voll, wie es im RengTengteng oder auf den Flüchtlingsbooten war, das ist schon menschenhaft nicht mehr artgerecht. Die Welt ist wohl punktuell überbevölkert, daher die Seuche.
Bei Fichten ist es auch so: Wenn man die zu dicht (zueinander) pflanzt, gammeln die. Is normal.
Auch wenn wir Covid überwinden, die nächste Seuche kommt; oder Krieg. Also dann lieber Seuche.
In der Kneipe grad hab ich erfahren, dass der Impfstoff in Deutschland Ende Januar da sein wird, und dann würde alles wie Früher.
Die Fläschchenfirma hat schon Aufträge über 300 Millionen Stück, das sind 0,3 Milliarden Fläschchen.
Googel antwortet auf die Frage "Wie lange dauert Pandemie noch" mit "1,5 - 2 Jahre", und die müssens ja wissen.
Mit meinen EchtGesicht-Masken konnt ich mich nicht durchsetzen. Alle tragen entmundigt lieber schwarz oder OP-blau oder Unterhose-Muster.

Ende der 80er/ Anfang der 90er Jahre kam ja AIDS. Mann konnte vorher ohne Kondome ficken, weil die Frauen ja die Pille genommen haben. Dann ging das los: Man hatte eine Neue kennengelernt, es kam zur Sache und man musste sich einigen, ob man gegenseitig einen Gesundheitstest verlangte, ohne den anderen in einen Verdacht herabzuwürdigen.
Covid, hätte ich ged8, geht au nur 2 Monate, aber wie heut Kondome die Regel sind, sind es vielleicht morgen die Masken in der Neuen Normalität.

Hm; hätte man die Gute alte Zeit geschätzt, als sie noch jung war!

Arbeit: 

Ich mach immernoch das Ding mit den Kunstrasentrockenreinigungen, weil mir nix bessres einfällt, stünde aber Angeboten andererweise zur Verfügung, mit Interesse.
Halb5 geht der Wecker, wenn der Schlaf nicht vorher aufhört, und halb8 abends kommt man heim; für andere Abenteuer ist da Zeit zu wenig. Das Ende vom Licht kann das auch nicht sein. Aber es hat einen gewissen Unterhaltungswert, finanziell und humorell.
Man hat mir jetzt einen Coach zugewissen, damit ich in 2 Jahren einen Chance auf dem Arbeitsmarkt hätte, obwohl ich einen unbefristeten Vertrag ja hab. Der Junge kommt grad frisch von der Ausbildung und soll mir nun sagen, wie ich mein Leben auf die Reihe brächte. Genau seine Ausbildung hab ich vor einem Dutzend Jahren auch schon mal gemacht.

Die Liebe:

Hat mich heut einer angesprochen: "Hey, darf ich Dir Luft schenken?" weil er meinte, meine Fahrradreifen wären suboptimal platt.
Na wenns ihm besser geht damit, hab ich ihm die 2 Reifen aufpumpen lassen.
Der Typ war auch kein Bradpitt, aber er hatte 2 Fahrräder dabei und eine Universal-Luftpumpe für Fahrrad- u Autoventile und war hilfsbereit. Also hab ich ihm meine Reifen aufpumpen lassen und er gab Ruh.
Er sagte noch, er hätte diese Woche schon 3 Frauen angesprochen, mit platten Fahrradreifen, aber alle 3 wollten lieber weiterfahren, als sich von ihm die Reifen aufpumpen lassen.
So ist das mit den Frauen in Freiburg: Sie lassen sich nicht mehr ansprechen.
Zuviele Morde sind passiert, zuviele Mädchen sind vom Pfade verschwunden, Männer sind da für die Gefahrbild.
Lassen wir sie weiterfahren.


sonst

Schaglichter optischer Art finden sich zur Zeit eher auf https://www.instagram.com/derjuff/ weil da ist mehr feedback, oder Bilder von Wanderungen auf https://www.facebook.com/JuffTours wenn mir der Chef mal schlechtwetterfrei gegeben hat: Bis auf dass die Eschen sterben, erholt sich der Wald von den letzten Trockenjahren.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Hotel Waldshut
Es war knapp

Donnerstag, 4. Juni 2020

Der Körper nimmt sich seine Zeit, indem er sich den Knöchel verknackst.
Meine Reisen führten mich in das Land, das keiner will: das Saarland, und weiter noch: Rhein-Hessen.
Der Rhein ist dort so groß wie Spargelfelder.
Fast am Ziel richtete mich das Navi durch eine unmögliche Straße: ein Wohngebiet, steil bergab. Ich bin überbreit: 2,40m wegen der Maschine, wo 2,20m breit der große Hänger ist.
Die Straße war sehr eng. Zur Linken begrenzt durch eine Mauer und rechts war vor den Häusern ein schmaler Trottoir, aber beparkt mit SUVs.
Gerade so konnte ich irgendwie ohne bemerkte Kratzer durch diese Gasse manövrieren. Mir war klar, durch diese Straße würde ich nicht zurück fahren.
Ich tat dort unten meinen Job und frug den Ansässigen nach einem besseren Weg, ohne schmale Straßen schnell auf eine Breite zu gelangen. Er riet mir: gleich rechts und dann gleich auf die Bahnhofstraße. Das war auch gut so, zuerst. Die enge Straße konnte vermieden werden. Dann jedoch lotste das Navi wieder nach links, und ich befand mich im Berufsverkehr auf einer schmalen Hauptstraße bergauf. Es war 17 Uhr. Der Verkehr stockte. Weiter gings hoch, auf der Gasse in ihrem historischen Häuserkorsett aus der Zeit der Ochsenkarren, stand da oben in der Kurve ein Betonmischauto von einer Baustelle!
Mit meinen 2,40m Breite und insgesamt 12m Länge brauch ich weiten Ausscherrbereich in großer Lücke vom Gegenverkehr, dass ich da vorbeikomm an dem Betonmischauto.
Und dann war's zu steil. Der Bus hat Frontanttrieb und hinten am Hänger die 2t Traktor + Maschine hingen bergab. Die Reifen quietschten und qualmten, die Leute zückten ihre Handys, aber bergauf kam ich nicht.
Einzige Möglichkeit fern der Heimat: die Polizei anrufen und sich mit schwerem Gerät vom THW retten lassen.
Quelle: google maps

Auf dem Bild sieht man keine Autos, weil die das immer früh morgens fotografieren. Im Berufsverkehr ist die Linie voll. Die 160m bewältigen 16 Höhenmeter im Schnitt. Das ist 10cm Steigung auf einen Meter, aber oben beim Betonmischer in der kurve wars exponentiell steiler; jedenfalls ging vorwärts nichts mehr. Und hinten dran war lange Schlange heim wollender Berufspendler. Denen half auch keiner.
Am Betonmischer ein Pole, der die Verantwortung darüber hatte, dass meine Spur jetzt verstopft war. Polen trau ich so manches zu. Er meinte, ich solle meine Reifen mit Wasser nass machen und es nochmal probieren. Wasser hatte ich in meiner Trinkflasche. Warum nicht!
Er hatte eine ganze Wasserleitung am Betonmischer mit Schlauch und flutete die kompletten Fahrbahnen, während der Verkehr fluchte.
Das Begießen des Asphalts half auch nix. Ich setzte den Polen hinter das Steuer meines Busses. Polen haben ein besonderes Verhältnis zu Fahrzeugen.
Aber er konnte auch nix. Dann wollte er noch anfangen, Luft aus meinen Vorderreifen zu lassen, wovon ich ihn abhalten konnte. Zwar war die Auflagefläche der Reifen zu erhöhen eine pfiffige Idee, aber was kam danach? Mit meinem Gespann passe ich nicht in die nächste Tanke zum Wiederaufblasen.
Den Traktor vom Hänger fahren ließ die Steilheit der Steigung nicht zu.

Es konnte also nur rückwärts gehen, irgendwie. Ab lief ich den weg, wie weit wohl rückwärts zu fahren wäre, wenn da kein Pendelverkehr wäre: schon weit :/
Ich bin noch wahrlich kein Profi im rangieren von großen schweren Gespannen, aber in Situationen, wo einem keiner hilft, selbst wenn man weinen würde, lernt man hart. Es fand sich ein lieber Südländer auf einer anderen Baustelle der Langstraße, der rekrutiert werden sollte, zu schauen, dass hinter mir keiner in den Anhänger reinfährt, wenn ich rückwärts runterrutsche. Denn die Auffahrtklappe hinten am Hänger ist so hoch, dass man aus den Seitenspiegeln des Busses nicht sieht, ob dahinter ein Trabbi zum überholen ansetzt, grade wenn man in den anderen Spiegel reinschaut.
Weil so ein Hänger rückwärts, der will immer dahin, wo man nicht will und das Auto keinen Platz hat zum schwenken.
Gehsteige hatte die Langstraße nicht wirklich.
Im Berufsverkehr waren sogar 2 Klein-LKWs, die es auch vorbei geschafft haben. Und so tastete ich mich gaaanz langsam mit Vorsicht und Notwendigkeit retourig, Dezimeter für Dezimeter.

Als ich vor der Backegasse stand, wollte aus dieser ein Riesen-Lastwagen heraus, mit einem aufgebrachten Fahrer, der mein sich Anstellen überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Bei einer etwaigen Verfilmung dieses Stoffes wäre der Lastwagenfahrer von Karl Dall zu spielen.
Der Italiener verschwand mittendrin und musste gesucht werden, andere wollten helfen, wussten aber auch nicht wie und mussten wegkomplimentiert werden,
letztendlich hab ich für die 160m zurück 1h gebraucht und bin nachher einen weiten Bogen gefahren, um nicht mehr nochmal nach Gau-Bischofsheim zu kommen.
Aus der Reihe "Abenteuer, die man nicht braucht"

Die Fahrt ging weiter richtung Saarland ins Hotel. 140km ohne Autobahnraststätte, wo man hätte tanken können, schon herwärts nicht.
Irgendwann ging die Tankanzeige ins Rote. Laut Navi hätt ichs noch grad so ins Hotel damit geschafft, aber leer. Und dann Unfall vor der letzten Ausfahrt: man muß von der Autobahn herunterfahren und ist entlassen.
An einem Supermarkt fand sich abends dann ein Platz, Diesel aus dem Kanister im Bus in den Tank zu gießen und mit der Country hour von SWR1 nach 20 Uhr gings weiter über schmale Landstraßen, Kurven und Berge zurück auf die Autobahn bis dahin, wo man schonmal runter ist und nix war.
Aber hat alles geklappt.


und noch eine unnötige Geschichte auf einer anderen Tour letzte Woche: es ging nach Bayern für mehrere Tage. Erster Anlaufpunkt vom Süden her war ein Spot im Speckgürtel von Würzburg. Aus der Saarland-Misere gelernt hatte ich: Tankstellen entsprechend meiner Tankkarte schätzen zu lernen.
Vergessen hatte ich dabei: die Würzburger Bullen.
So verließ ich die Tankstellenausfahrt, sie folgten mir. Ich fuhr brav 80km/h.
 Sie überholten mich: Schrift: Bitte anhalten! am nächsten Parkplatz, wogleich der Azubi sich mit Einweggesichtsmaske an meiner Tür breit machte: Papiere und ob ich verdeckte Waffen anbei hätte, wollte er wissen. Ich sollte es gleich zugeben, dann wäre ich "kooperativ", wenn sie dann sonst was finden würden, wäre das schwerwiegender.
Man könnte ziemlich vieles aus meinem Bus als Waffe interpretieren. Ich habe alle Werkzeuge und Maschinen dabei.
"Ja, In meiner rechten Tasche habe ich: ein Brotzeitmesser!" antwortete ich ihm richtig.
"Zeigen Sie mal her!"
Es war: ein stumpfes Klappmesser von meinem Grillbesteck, mit rotem Griff.
Drogen: Wenn ich was dabei hätte, dann sollte ich es gleich zugeben, weil wenn sie sonst mit dem Hund kommen müssten, würde das sehr lange dauern.
Er hatte seinen Text auswendig gelernt und vorab im Rollenspiel mit Kollegen erprobt.
"Ich hab mit sowas nichts zu tun" entgegnete ich ihm, doch er bohrte weiter: Wenn ich beispielsweise am Vatertag in einer Runde 1-2 mal an einem Joint gezogen hätte, dann wäre das wahrscheinlich garnicht mehr nachweisbar, und wenn wäre das nun keine Straftat, sondern eine geringe Ordnungswidrigkeit, die sowieso fallengelassen würde, meint er, verschweigt aber die Meldung an die Führerscheinstelle.
"Aus dem Alter bin ich draussen", sag ich ihm. Da beißt er sich fest an meinem "Draussen": "Was meinen Sie mit "Draussen" ? Waren sie schonmal drinnen?"
Sag ich ihm ins Gesicht: "Ich war auch mal jung."
Wann ich denn meinen letzten Joint geraucht hätte, wollte er unbedingt wissen.
Mir fiel es nicht ein, wenn überhaupt. Der wollte einem fast Worte in den Mund legen.
Dann musste ich noch aussteigen, meine Hosentaschen ausleeren und 3 Tests bestehen:
1) Arme ausstrecken, Augen schließen, Kopf in den Nacken legen und dabei bis 30 zählen. Warum darf jemand sowas mit mir machen? All lives matter!
2) An der Bordsteinkante 7 Schuhlängen geradeaus hintereinander tapsen und so wieder umkehren, und
3) Folge mit den Augen dem Kuli ohne den Kopf zu bewegen.

Ergänzend zum Punkt, dass ich keine Ausfallerscheinungen beim Fahren hatte, und zum Punkt, in seinem Computer nicht bekannt zu sein (Aha :) ), ersparte er uns den Piss-Test, obwohl ich schon ziemlich schnell bis 30 gezählt hatte!

Der zweite Amtsmann hatte noch Anmerkungen zum Hänger, die darin endeten, dass ich eine Kurbel so fest anziehen musste, bis ein Bolzen flog, den seither ein 2,5er Imbusschlüssel ersetzt.
Am nächsten Parkplatz stand dann der Bus mit dem Ausbilder, bei dem die Nachbesprechung stattfand. Auf dem Parkplatz auf der anderen Autobahnseite standen auch welche. So ist das bei Würzburg am ersten Werktage nach Vatertag.

Ob es letztendlich besser ist, ohne Sprit in der Fremde liegenzubleiben, oder mit Sprit von Polizei zerlegt zu werden, das ist die Wahl zwischen Gicht und Gammel.

Freitag, 1. Mai 2020

Eigentlich wollte ich ja überhaupt gar nichts sagen, über die Krise.
Aber es scheint wohl noch eine ganze Zeit lang zu gehen, die Folgen sind noch nicht absehbar, aber man kann ja wohl kaum nicht darüber reden.
Mich hat es jetzt erst so richtig erwischt, wo ich 2x täglich in der Bahn 50min lang nicht mehr essen und trinken darf, und die Angst und das Gehabe der Anderen auf ein unangenehmes Maß angestiegen ist.

Sie haben die Basketballkörbe an der Johanneskirche abgehängt.
Gut, ich hab eh keine Zeit mehr vor lauter Arbeit. Aber schon fehlt die Bewegung und die Begegnung mit denen, die da immer so waren.

In den Supermärkten machen sie immer mehr und mehr Geschiß: dass man wegen 3 Dosen Bier einen Wagen nehmen muß, aber in den Gängen die Leute seitlich an einem vorbeiwetzen, oder Regale einräumen.

Die Medien berichten seit Wochen kaum mehr was anderes, allein das macht skeptisch.
Ein Nachrichtensprecher bekommt Geld dafür, etwas abzulesen, was ihm vorgelegt wird, nicht dass er die Wahrheit sagt, oder seine Meinung.
Wie ein Anwalt, der nicht Die Unschuldigen rettet, sondern die Gesetze so auslegt, dass der, der ihn zahlt, ihn zahlt.

Die Einschränkungen kamen schleichend. Dann waren die Kneipen zu. Gut, so oft konnt ich mir Kneipen eh nicht leisten.
Reggaeparties wurden abgesagt. Und plötzlich trifft man sich nicht mehr.
Obwohl man in BaWü noch darf. Aber die Freunde wollen nicht mehr. Für sie fühlt es sich so an, als wie wenn man nicht darf.

Dass auf den Straßen so wenig los ist, kam mir eigentlich gelegen. Das Geschoppe in der Fehlplanung Freiburgs für so viele Menschen auf einem Fleck, das war schon stressig. Umso angenehmer um die Abstandsregeln, dass einem nicht ständig andersvibrierende durch die Aura latschen.
Blöd nur, wenn auch die Bekannten auf Distanz gehn, weil sie Es glauben.
Und das ist das unheimliche: wie brav und gehörig die Bürger die Veränderung in ihrem Alltag akzeptieren, ja sogar Eifer darin entwickeln.
Jetzt kann ich mir vorstellen, wie das in Persien sich hat vollziehen können, mit den Einschränkungen die die haben. Aber wir sind hier doch nicht in Teheran und Fatma bringt den Tee heran!

Jetzt kann ich mir auch 1933 vorstellen.

Wie unkritisch die Leute was machen, was sie garnicht sehen!
Nicht die Punks, nicht die Hooligans, Hippies gibts auch nicht mehr, ... alle tun so, als hätten sie schon immer eine Maske auf,
als würde es ihnen nichts ausmachen, ihre Verwandten nicht mehr zu sehen.


Reggae:
Ich bin alt und jetzt Frühaufsteher. Für mich hat sich das mit den Parties, die um 11 losgehn mit WarmUp bis um 1 Uhr und dann Sardinen-Tango, erledigt.
Aber die breite Masse in Freiburg griegt da nix auf die Reihe, in einer Stadt, in die ich wegen Reggae gezogen bin, irgendwas zu veranstalten.
Reggae anders als als Geschäftsmodell, da lassen sie dann die Finger davon (außer eine Livesendung montag nacht).
Jeder hätte Internet. Ein Grundgedanke von Reggae ist Rebellion und Systemkritik.
Stumm sind sie alle, und ich muß mir Streams aus London, Frankreich und Mannheim anschauen.
Die Liebe ist das andere.
Da simmer bei den Christen:
Den Christen hat die Regierung die Ausübung ihrer Religion untersagt. Eigentlich allen Religionen. Und das lassen sie sich gefallen von der Regierung?
Jesus war eine Wiederstandsbewegung gegen die Besatzer und die Schriftgelehrten, die Pharisäer, die gesagt haben, man soll am Wochenende nicht heilen, weil es so sein soll.

Aber im Kleinen, da gibt es welche, die sich umarmen, die auf komischen Körben Basketballspielen, die zusammen Reggae hören. Doch dabei die Angst vor der Stasi, dass einen keiner sieht und keiner verrät. Ein blödes Gefühl!
Duckmäuser und Angsthasen.

Ich habe den Eindruck, dass einzelne mächtige Menschen uns alle kontrollieren wollen, und dabei die Nationalstaaten auflösen, indem sie die Wirtschaft zerstören.
So lange wir noch was zu Essen haben, wird nicht rebelliert.
Es gibt jetzt wohl einen neue Partei.
Die Grünen waren auch mal ne neue Partei.
Sieht man ja, dass Parteien und Politik uns grad auch nicht retten können.
Telekom und ihr 5G, die Pharmazie, die Digitaleure, ... Fremde Mächte bestimmen unsere Stimmung.
Was man machen kann: Die Welt beginnt vor der Wohnungstür. Sei Du die Veränderung die Du Dir wünschest!

Mich haben sie ja jetzt auch gezwungen, auf dem Weg zur Arbeit 50min einen Maulkorb zu tragen: ein Zeichen dafür dass deine Lippen verschlossen sind.
Plötzlich ist es Ruhig in Bahn und Supermärkten, als wie wenn grad der Lehrer ausgeflippt ist und jeder Schiß hat.
Die Leute haben Angst vor einander.
Seit der Maskenpflicht ist es noch viel schlimmer.
Demütig nehmen sie das klinische Zeichen an, die Marke des Gehorsams, die Erbsünde.
Wenn ich mir vorstelle, dass Kinder aufwachsen, denen künstlich der Abstand zu ihren Mitmenschen untersagt wird, und die lernen das so kennen, dann werden die das in ihrer Generation nie mehr ganz rausbringen. Das zeigen andere einschneidende Wandlungen wie der 30jährige Krieg oder Stalin. Sowas pflanzt sich fort über Generationen.
Ich will keinem Angst machen. Ich will kein so dehumanifiziertes Opfer sein, wie die Gegner bei Turtles, die dummen Ninjas, die so rumlaufen.
Jetzt hab ich mir als Gesichtsprotese eine Maske bestellt aus Nürnberg/Franken, mit einem Gesicht, dem meinem ähnlich.

ich bin nichtmehr ent-mund-igt. So gehts mir besser und den anderen auch. Das feedback ist super!

Eigentlich wollt ich ja keine Maske. Aber mit Tuch ist es echt umständlich, wenn das noch so paar Monate geht. Und so ein Bikinioberteil ins Gesicht hängen, so magenta mit weißen Tupfen, das kann ich nicht.

Bitte lasst Euch nicht dehumanisieren! Zeigt Emotionen, denn das ist, wofür wir hier sind: Emotionen mit den Mitmenschen austauschen, alles andere ist egal.

Ich bin auf der Kajo in den Ich-drucke-das-Gesicht-deiner-Katze-auf-ein-Kissen-Fotoladen rein und hab die angefleht, sie sollen sowas machen: Bringt man ein Foto auf seinem Stick und die druckens auf seinen Mundschutz/weiß, aber die wollten nicht!
Es geht also nur der ebayshop von "Verfluchte_endzeit", um Deinem Nächsten vor der Tür zu sagen "Wir sind Menschen"

Es gibt auch noch "Frau", "Oberlippenbart" und "Katze":

https://www.ebay.de/itm/Gesichtsmaske-Mund-und-Nasenmaske-Spaß-Tier-Motiv-Kind-Uni-Fun-Maske-MuNa/353042294984



Donnerstag, 16. April 2020

Lockdown Tag 3

Hab mir Wirbel verrenkt und bin relativ ans Bett gefesselt.

Die Idee vom Arbeitsamt beinhaltet Hieven eines unförmigen 50kg-Gerätes und hoppern mit einem sitzungefederten engen Traktors über leichte Bodenwellen bei Hüftverdrehung in Zugluft.
Jetzt schaut der Betrieb traurig aus der Wäsche weil ich mich nicht lohne.

2 Wirbel konnten schon wieder eingerenkt werden durch räkeln unter Entspannung, aber mindestens einer steckt noch fest.
Sitzen und Stehen bringt Wehen.
Die ärztliche Gemeinschaftspraxis hat zurückgerufen und mich erstmal 2 Tage krankgeschrieben und mir Ibuprofen und Diclofenac empfohlen.
Der Wilbel steckt immernoch verrückt.

Aber es kommen schöne Dokus am TV: über die verwilderten Pferde in Namibia oder Katzenmumien im alten Ägypten.
Auch davon entrenkt sich der Wirbel nicht.

Ein Reizstromgerät tut Abwechslung, Tigerbalm wärmt und riecht gut, aber ändern tut sich auch nix.

Farmville geht grad noch, aber der alte Labtop und sein Flashplayer machen keine Freude daraus.
Ansonsten ist das Fernsehprogramm und das Internet voll von diesem Virus..
Komisch ist das schon.
Bisher bin ich noch relativ gut herumgekommen um das Virus, weil ich jeden Tag  allein über Schienen, Straßen und Kunstrasensportplätze gefahren bin und sonst zu nichts Zeit hatte.
Im Zug ist es gut, weil ruhig und viel Platz.
Beim Rewe ist es nervig, weil dort die Gänge so eng sind, dass man den Abstand nicht einhalten kann. Regalauffüller sind dort auch noch drin. Und die Kassierer sind ziemlich unentspannt, wegen ihrer Berufswahl.
Ansonsten kann man gut auf die Kneipen verzichten, in denen die Bierhalbe 4x soviel wie im Laden kosten, auf die Musikveranstaltungen mitten in der Nacht, bei denen man doch mit niemand ins Gespräch kommt, auf drn Einzelhandel, wenn man alles hat ausser Geld.
Auch der Abstand zu einander ist gut, dass mir nicht permanent Leut mit ihren anderen Schwingungen durch die Aura latschen.
Basketball spielen fehlt.

Aber was auch mich stutzig macht: die unglaubliche Hörigkeit der Leute; das selbstverständliche Akzeptieren von Regierungsansagen.
Und das Vorantreiben der Digitalisierung, die wohl von uns selber nichtmehr aufzuhalten ist.
Masken, auch wenn sie nichts helfen, bringen die Gegenüber auseinander und entmesnschlichen das Miteinander, genauso wie Kontaktverbote, Internetwettkämpfe und Bildschirmkonferrenzen.
Wenn die Regierungen so gegen Selbstmorde, Tabak oder Waffenverkäufe vorgehen würden, würde man sich nicht so wundern.

Die Menschen werden auseinandergetrieben und vereinzelt, digitalisiert und zugeschissen mit Anglizissmen. Home office, Social Distancing, Exit-Strategie, ... das soll einem nicht spanisch vorkommen?
Ich bin kein Virologe, aber als fühlendes Wesenwundert's, wie schnell sich die Welt in so kurz so veränderm konnte, in eine Richtung, die fremdbestimmt ist.
Wie kommen sie eigentlich dazu, das zu dürfen?

Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die mir ein angehöriger von dem Werk erzählt hat, ein, das in meiner Geburtsstadt Arbeitgeber für viele war. Es gab Straßenzüge von Dienstwohnungen und bis weit nach dem Krieg haben da alle gearbeitet, die nicht woander gearbeitet haben. Die Geschichte geht so:

Es war einmal ein Mann namens Hans.
Einestages erlaubten sich seine Kollegen einen Jux und hielten alle zusammen, den Hans auf den Arm zu nehmen. 
Als der Hans morgens in die Arbeit kam, schauten sie ihn erstaunt an und sagten: "Mensch, Hans, geht'S Dir gut? Du schaust ein bissl käsig aus im Gesicht. Ist Dir wirklich wohl?" Der Hans war irritiert. Lag es am Montag, oder am Schweinebraten und den 2 Schnaps gestern? Und als er nach Hause kam, ging er unruhig ins Bett.
Am nächsten Tag, als Hans wieder in die Arbeit kam, warteten seine Kollegen schon und trieben ihr Spiel weiter: "Ja, Mensch, Hans! Warst nicht beim Doktor? Ich an Deiner Stelle wäre so nicht in die Arbeit gekommen!" "Was habt ihr denn alle!" dachte sich Hans, aber langsam war auch ihm nicht mehr ganz lustig.
Und am nächsten Tag, alse er aufstand, blieb er zu Haus, er war krank
und nach einer Woche tot.

Ich mein, es ist schwierig bei sich zu bleiben, wenn alle eine andere Pfeife pfeifen. Aber es kann auch gesund sein, wegzuhören, wenn einem das Lied nicht gefällt. Ein Welt ohne Streicheln, ohne Party, ohne Lächeln, eine Welt mit Plastikhandschuhen, Überwachungs-Apps und staatlicher Entmündigung, gefällt uns das?

Freitag, 3. April 2020

Das Navi mit der Zieleingabe schickt einem als ins Leere. Vermeintlch hilfreiche Passanten führen einen möglicherweise noch tiefer in die Irre, und dann sitzt man in seinem Gespann in einer vielzukleinen Wendeplatte einer Zone 30 in Bravistdiewelt, und dann hilft kein Weinen und kein Jammern. Vielleicht ein Seufzen und dann MUßß man rangieren.
Ob im Waldweg zwischen Bäumen, oder Einfahrten zwischen Pfosten und Steinen - es gibt Steine, deren Zeitlos es ist, an einer Einfahrt im Wege zu liegen - man rangiert.
Der Hänger geht imer in die Richtung, in der man den Bus nicht haben mag.
wenn man wieder nach vorner fährt, wird alles wieder gerade.
Schweiß unterm Arm.
Gottes Hand, und alles bleibt heil.
So lernt man rangieren
obwohl man es nicht will.
Ein hartes Lernen.